Faire Ostern

Unser Weltladen bietet besondere Osterprodukte für ein faires Ostern

Ein farbenfroh gedeckter Frühstückstisch oder die Suche nach 

süßen fairen Leckereien an der Frühlingsluft. Für alle ist etwas dabei!

Der Weltladen hat für euch geöffnet – kommt vorbei! 

Nachhaltiges Palmöl-geht das?

Keine Schokolade ohne Kinderarbeit?

In den Regalen der Supermärkte türmen sich derzeit Schokoladen-Osterhasen und -Eier.

 Darin steckt jedoch oft Kinderarbeit. Was tun die Hersteller dagegen - oder können sie das nicht verhindern?

 Die Corona-Pandemie mit ihren Kontaktbeschränkungen und geschlossenen Läden hat auch die Schokoladenhersteller hart getroffen. Das hat etwa jüngst die Bilanz von Lindt & Sprüngli gezeigt. Der Schweizer Konzern erlitt im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch um mehr als ein Drittel. Der Umsatz ging ebenfalls zurück.

 Die Folgen der Krise bekamen auch die Kakaobauern zu spüren. So ist der Preis für eine Tonne Kakaobohnen im vergangenen Jahr um 13 Prozent gefallen. In der Spitze ging es sogar um fast 25 Prozent bergab. Für die nach wie vor auf den afrikanischen Kakaofarmen schuftenden Kinder sind das besonders schlechte Nachrichten.

 

Mehr bei Lothar Gries,-> Tagesschau

Aktuelles

Der Weltladen ist für Euch da!

Mit einem erweitertem Angebot von fairen Waren des täglichen Bedarfs machen wir unsere Kund*innen auf uns aufmerksam.

Ein Grund mehr, einmal wieder einen Bummel durch die Innenstadt zu machen, es gibt auch genügend Gesprächsbedarf, wie die folgende Nachricht zeigt.

Zuerst die gute Nachricht:

Nach monatelangen Zankereien hat sich die Bundesregierung endlich auf ein Lieferkettengesetz geeinigt! Deutsche Unternehmen werden damit in Zukunft verpflichtet, in ihren globalen Lieferketten die Menschenrechte zu achten und Umweltzerstörung zu vermeiden. Das ist ein längst überfälliger Schritt in die richtige Richtung – und ein toller Erfolg für alle, die sich wie wir seit Jahren für eine gesetzliche Regelung eingesetzt haben. 

Nun die schlechte Nachricht:

Der Entwurf weist Schwächen an zentralen Stellen auf: Eine Haftungsregelung, die es den Opfern von Menschenrechtsverletzungen erleichtern würde, vor deutschen Gerichten zu klagen, fehlt. Und auch bei den Pflichten zur Einhaltung von Umweltstandards und in Bezug auf die tiefere Lieferkette besteht Nachbesserungsbedarf.

Warum wir ein starkes Lieferkettengesetz brauchen, das möglichst viele Unternehmen in die Verantwortung nimmt und für die gesamte Lieferkette gilt, zeigt unser neues Video „Ein Modell des Todes – Palmölplantagen in Guatemala. Aktivist*innen und Betroffene aus unserem Partnerland Guatemala prangern im Video die rücksichtslose Ausbeutung von Menschen und Natur durch Palmölplantagen-Betreibendean. Sie berichten davon, dass ihnen diese Unternehmen buchstäblich das Wasser abgraben, um Palmöl für den deutschen Markt zu produzieren. „Wir wollen nur, dass sie uns als indigene Völker respektieren“, fordert der Aktivist Ángel Quib Tiul.

Auch wenn sich Bundesentwicklungsministerium, Bundesarbeitsministerium und Bundeswirtschaftsministerium jetzt endlich auf einen Gesetzesentwurf geeinigt haben, ist das Thema Lieferkettengesetz für uns nicht abgehakt. 

Wir finden: Der Bundestag muss nachbessern! Als Teil des breiten Bündnisses „Initiative Lieferkettengesetz“ werden auch wir nicht lockerlassen und die Umsetzung des Gesetzes weiter kritisch begleiten. 

 

Der Vorstand

Faire Woche 2021

Schwerpunkt Kinderarbeit

© Jake Brewer /ILO
© Jake Brewer /ILO

Heute startet die UNO ins "Internationale Jahr für die Beseitigung von Kinderarbeit".

Wenn wir bei der Fairen Woche 2021 über menschenwürdige Arbeitsbedingungen sprechen, spielt auch das Thema "Kinderarbeit" eine wichtige Rolle. Im Fairen Handel ist ausbeuterische Kinderarbeit verboten. Für viele Verbraucher*innen ist dieses Kriterium ein Hauptgrund, fair gehandelte Produkte zu kaufen.

Die Konvention der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) versteht unter "ausbeuterischer Kinderarbeit" jegliche Arbeit, die die Entwicklung eines Kindes erschwert bzw. verhindert, z.B. weil sie einen Schulbesuch unmöglich macht oder gefährlich für Körper und Seele des Kindes ist. Die schwersten Formen der ausbeuterischen Kinderarbeit sind Sklaven- und Zwangsarbeit. Nach Schätzungen der ILO gibt es weltweit 152 Millionen Kinderarbeiter*innen zwischen fünf und 17 Jahren. Etwa die Hälfte von ihnen muss unter Bedingungen arbeiten, die gefährlich oder ausbeuterisch sind.

Die Ursachen für ausbeuterische Kinderarbeit sind meist strukturell bedingt. Dazu gehören zu niedrige Löhne bei den arbeitenden Eltern, zu niedrige Produktpreise sowie Gewinnmaximierung

als oberstes Ziel der aufkaufenden Firmen auch bei hohen Weltmarktpreisen, z.B. für Kakao. Aber auch finanzielle Not der Menschen, die sich in der langen Kette z.B. des Sklavenhandels ihren Lebensunterhalt verdienen sowie kriminelle Ambitionen der beteiligten Menschen zählen zu den Ursachen.

Der Faire Handel versucht, ausbeuterischer Kinderarbeit mit verschiedenen Mitteln entgegenzuwirken:

 

• Zahlung von fairen Preisen und Löhnen

• Langfristige Handelsbeziehungen

• Zahlung von Prämien, damit die Kinder zur Schule gehen können

• Sensibilisierung der Produzent*innen für die gesunde Entwicklung ihrer Kinder

• Eintreten für gerechtere Produktions- und Handelsbedingungen und gegen Kinderarbeit auf der internationalen politischen Ebene

• Sensibilisierung der Konsument*innen.

 

Die Aktionsgemeinschaft Faire Welt e.V. Weimar wird sich mit verschiedenen Aktionen gemeinsam mit der Steuerungsgruppe Fair Trade Town Weimar aktiv beteiligen.

Unser Weltladen ist geöffnet und wir freuen uns unserer Kundschaft ein erweitertes Angebot an fair gehandelten Food-Produkten anzubieten.

H.Sedlacik

Weltladen Weimar

Aktionsgemeinschaft "Faire Welt e.V."                                

Windischenstr.24              

99423 Weimar                      

Tel: 

03643 501576

Mail:

weltladen-weimar@web.de

 

Öffnungszeiten:

Mo-Fr  12-18 Uhr

Sa   10-13.00 Uhr